Wir heizen Ihnen ein!

Durchführung

Die drei Phasen der Wärmeentwesung:

 

  • Aufheizphase

Die optimale Entwicklungs- und Vermehrungstemperatur für die meisten Insekten liegt zwischen +15 und +35°C. Bei Temperaturen über ca. +45°C werden die Schädlinge einschließlich ihrer Eiablagen und Larven innerhalb von wenigen Stunden abgetötet, da sie ihre Körpertemperatur durch Schwitzen nicht reduzieren können und ihr körpereigenes Eiweiß und ihre Enzyme gerinnen.
Die Erwärmung der gesamten Raumluft auf 50 – 60°C erfolgt langsam. So werden Hitzeschäden an Gebäude und Einrichtung vermieden. Damit eine homogene und wirtschaftliche Luftzirkulation entsteht, werden mindestens 2 Öfen benötigt (bei einem normalen Wohnraum reicht ein Ofen). Eine Umpositionierung der Ausrüstung stellt eine optimale Temperaturverteilung sicher.

  • Temperaturhaltephase

Die nötige Temperatur von 50 – 60°C wird über 8 – 18 Stunden gehalten, um auch in Maschinen und Hohlräumen eine adäquate Einwirkzeit und
– temperatur sicherzustellen. Hier darf man sich nicht, wenn man 100%igen Erfolg haben will, auf die Einwirkdauer und –zeit aus theoretischen Laboruntersuchungen verlassen. Die Temperatur kann ganz einfach mit einer IR-Temperaturmesspistole überprüft werden. Dementsprechend werden die Positionen und Ausblasrichtungen der ThermoNox® Öfen verändert und angepasst. So können thermisch nachteilige Raumgeometrien sowie Abschirmungen durch Einrichtungen und Anlagen ausgeglichen werden.

  • Abkühlphase

Die Öfen werden abgeschaltet und Luft, Einrichtung und Gebäude erreichen wiederum nur langsam ihre Normaltemperatur, damit keine Hitzespannungsschäden auftreten.

 

Zeitdauer:

Eine Einraumentwesung wie beispielsweise ein Hotelzimmer beansprucht eine Zeit von max. 24 Stunden (hier reicht auch ein ThermoNox®-Ofen mit 9 kW), während ein ganzes Gebäude (z.B. mit mehreren Stockwerken) ca. 48 Stunden behandelt werden muss.

 

Energieverbrauch:

Der Energieverbrauch wird durch eine Vielzahl an Maschinen nicht wesentlich negativ beeinflusst; dagegen hängt er stark davon ab, wie viel schwer erwärmbarer Beton vorhanden und wie groß die Wärmeverluste sind. Der Energieverbrauch liegt für die gesamte Entwesung im Schnitt bei 2 – 4 kWh pro m³ Raum.

 

Sonderfall Teilentwesung:

Ist es nicht möglich oder nötig, eine Halle komplett zu erwärmen, bieten sich zwei verschiedene Möglichkeiten der Teilentwesung:

1. Wenn die entsprechenden Maschinen oder Gegenstände nicht fest installiert sind, können sie in einen kleineren Raum gebracht werden und dort entwest werden.

2. Die andere Möglichkeit besteht darin, dass der Raum mit Plastikfolien abgetrennt wird und so nur der betroffene Teil erwärmt werden muss.